
Hauptgebiet der Automatisierungstechnik: Hauptsächlich im Maschinenbau und in der Elektrotechnik eingesetzt, beschreibt der Begriff technische Vorgänge in Systemen, Maschinen oder Anlagen.Je höher der Automatisierungsgrad, desto unabhänger ist die Maschine von Eingriffen durch das Personal. Sie ist so gesehen selbstständiger. Die Automatisierung kann einzeln an Stand-Alone Maschinen erfolgen oder mehrere Maschinen zum vernetzten Anlagenverbund vereinen.
Kerngebiet der Automatisierungstechnik: Steuern, Regeln und Überwachen von Prozessen. Das System soll als geschlossener Kreis sich selbst auf störende Einflüsse, wie z.B. äußerliche Einflüsse durch die Umwelt oder Verhältnissen optimieren und eingestellte Parameter halten. Dadurch soll eine möglichst gleichbleibende Qualität sichergestellt werden.
Einzeln oder im Verbund: Die Arbeitsvorgänge können einzeln durch die Verfahrensautomatisierung realisiert, Produktionsprozesse durch Prozessautomatisierung mittels Robotern oder Zuführungen oder komplette Herstellungsverfahren mittels Systemautomatisierung umgesetzt werden.
Entwicklung der Automatisierungstechnik: Bisher war die Automatisierung hauptsächlich auf gleichbleibende und wiederkehrende Produktionsabläufe ausgerichtet, welche möglichst vollständig von Maschinen durchgeführt wurden. Mögliche Ziele waren die Optimierung der Kosten und Erhöhung der Fertigungsmenge je Maschine. Im 21. Jahrhundert wird der Trend, beflügelt durch die Industrie 4.0, dahingehend verändert, dass unterschiedliche Aufgaben und Arbeitsabfolgen an flexiblen Fertigungssystemen möglichst autonom oder Kooperativ mit menschlichen Personal durchgeführt werden. Positive Effekte sind eine Steigerung der Produktivität, Wirtschaftlichkeit sowie Flexibilität in der Produktion.

Zu aller Erst gilt die Frage, ob eine bestehende Anlage oder eine Neuanlage in die Planung einbezogen werden soll. Hier wird meistens ein Dienstleister vom Maschinenbau angefragt. Der Vorteil der "Retrofit" genannten Methode, welche die Erneuerung einer bestehenden Anlage vorsieht, besteht darin, dass wesentliche Komponenten wie die Mechanik oder Pneumatik weiter verwendet werden können. Es werden lediglich die elektrischen Komponenten wie Schaltschrank, SPS, Umrichter, HMI-Display, Motoren und Sensorik erneuert und auf den aktuellen Stand der Technik gebracht. Diese Arbeiten werden im Schaltschrankbau oder beim Dienstleister für Automatisierungstechnik umgesetzt
Eine Neuanlage bedarf einiges mehr an Planungs- und Investitionsaufwand, hat jedoch den Vorteil, dass die Maschine eine Erhöhung der Effizenz in der Produktion durch neueste Technologien sowie eine Verringerung des Ausschusses dank hochpräziser Fertigungsverfahren und Techniken erlangt. Der Maschinenbau und die Fachfirma für Automatisierungstechnik arbeiten eng bei diesem Projekt zusammen. Neue Komponenten wie Gestelle, Pneumatik, Sensorik und Aktorik, Förderbänder, Motoren, komplett montierter Schaltschrank inkl. SPS und Umrichter sowie passende Software werden in der Neuanlage vorgesehen.
Ist die Entscheidung auf die vorherige Frage gefallen, geht es an die Planung der weiteren Schritte.
Eine Aufzählung der Schritte im Einzelnen:

Die Risikobeurteilung wird mittels der nachfolgenden fünf Schritte durchgeführt

Industrie 4.0 dient als Begriff für eine höchst intelligente Vernetzung von Anlagen und Maschinen, welche in der Industrie eingesetzt werden. Das Hauptaugenmerkt liegt auf der Kommunikations- und Informationstechnologie. Kerntechnologien sind die Digitalisierung der Industrie mit Hilfe von Internet-of-things, Maschine zu Maschine Kommunikation, Vernetzung der Produktionsstandorte sowie selbstständig ablaufende Prozesse, ohne Bedienereingriff.
Kernthema des Begriffs Digitaler Zwilling ist die digitale Nachbildung von Anlagenteilen, Anlagen, Maschinen, Fabriken oder Logistikketten. Es werden reale Prozesse in virtuellen Kopien nachgebildet und somit kann ohne merklichen Zeitversatz die laufenden Prozesse erfasst, visualisiert und analysiert werden. Unabhängig davon, ob es eine Neuanlage oder eine Modernisierte ist. Als nicht unbedeutender Vorteil ist darüber hinaus das Simulieren von verschiedenen Prozessen und Veränderungen ohne Einwirkung auf die realen Abläufe möglich. Somit können Optimierungen schneller erfolgen und mögliche Fehler im Prozess gefunden werden.
Autor: Alexander Reuter
Nachweise:
https://de.wikipedia.org/wiki/Automatisierung
https://de.wikipedia.org/wiki/Risikobeurteilung
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